2005 und 2006 - Tagebuch

Das Tagebuch gibt die ersten Monate und Jahre von Vickys Leben bei uns wieder, es entstand hauptsächlich aus meinen Emails an ihre Pflegemutter, in denen ich über die Entwicklung von Vicky und Royan berichtet habe.

Meggy= Vickys alter Name Max=Royans alter Name

6.03.05 - der zweite Tag
Die Zwei kommen gut zurecht, allerdings ist wirklich Meggy die mutigere von
beiden.
Max hat der "Mut" etwas verlassen, als seine Pflegemutter weg war. Er kommt zutraulich an, wenn man ihn ruft, aber sobald man angelaufen kommt von irgendwo, rennt er erstmal weg in die nächste Ecke. Sitzt man auf der Couch, kommen alle beide an ohne Scheu. Keine Ahnung woher Max Fluchtreflex kommt. Wird sich wohl legen, wenn er den Schritt erkennt.
Meggy hat sich gestern schon zum Schlafen vorn auf die Couch gelegt und läßtsich auch von meinem ihr bis dahin unbekannten Mann nicht irritieren, man kann an ihr vorbeilaufen, sie schläft ruhig. Abends bin ich auf die Couch gezogen, da kamen natürlich beide Schmusemäuse an, nachts um drei bin ich ins Bett, Meggy schlief auf der Couch, Cosima auf der Lehne, Max im Korb in der Ecke.
Die anderen Katzen fauchen noch, Maya ist sehr vorsichtig, weil Max knurrte und Meggy auch etwas unsicher ist, das legt sich sicher. Filou hat gestern Cosima wütend angefaucht und geohrfeigt, war wohl, weil sie wie angewurzelt vor Meggys "altem" Stoffschlafplatz stand und er den fremden Geruch in der Nase hatte. Immerhin frißt Filou am gewohnten Platz, Jany schlief gestern unten auf der Heizung, aber beide fauchen momentan alle an, auch Maya und Cosima. Max wollte heute die Treppe hoch, aber oben saß Filou und fauchte ihn auf Abstand. Zum Glück ist Max zwar neugierig, aber zieht sich dann vorsichtig etwas zurück. Insgesamt läuft das eigentlich ganz gut. Ich vermute, wenn Meggy und Max geruchlich mehr "angeglichen" sind, gibt es auch weniger Irritationen.
Meggy war noch nicht wieder oben.
Max Äuglein sieht unverändert aus, beide schniefen/niesen noch ganz schön, lassen sich aber sonst nichts anmerken. Ich werde Montag mal unseren TA um Rat fragen, wie man das schneller in den Griff bekommt ohne chem. Keule. Ansonsten futtern beide ordentlich, nutzen das Klo, Meggy findet sich gut zurecht.


7.03.05
Ich werde heute mit Meggy "Treppe" üben, aber nur das untere Stück, Katzenklimatechnisch ist es besser, sie bleibt noch ein paar Tage eher unten, die Wogen der Faucherei glätten sich. Jany und Filou werden sicher noch lange fauchen, wenn die Distanz zu "knapp" wird, Maya und Cosima sind da viel toleranter.
Es ist schade, das wir keinen Balkon haben, Max wollte schon unbedingt raus und Meggy läuft auch zielstrebig zur Eingangstür, kein Wunder wenn draussen die Vögel zwitschern. Damit müssen sich die beiden aber noch ein paar Monate gedulden.
Gestern ist Meggy auf den großen Kratzbaum im Wohnzimmer bis zur Decke geklettert, mit am Sisal kratzen und auf Etage klopfen und vor allem auch selbst prüfen hat sie sich den Weg nach unten gut gemerkt. Mit Klopfen und Tasten hat sie auch den Weg in die Höhle in einem Meter Höhe gefunden, obwohl sie da nicht ganz direkt hin kann, sondern sich vom Tunnel des kleinen Kratzbaumes hinschlängeln muss. Bislang springt sie auch nicht einfach wo runter, wenn sie anders dort hin kam. Ich schätze auf der Treppe hatte sie sich erschreckt oder wollte schnell runter und hat die schmale Seite erwischt, so dass die Stufenbreite viel knapper war, als beim Hochlaufen, aber das lernt sie sicher ganz ganz fix, so erstaunlich wie die kleine Maus ist! Max hat eben den Weg ins Büro gefunden.

So, die erste Teillektion Treppe hat sich gerade ereignet, Meggy kam eben auch hoch, hat alles angeschaut und da ich dringend duschen wollte, mußte ich sie wieder runterbefördern. Sie wollte nicht, ich habe sie dann jede einzelne Stufe runtergesetzt, es war ihr gar nicht recht und unten hatte sie dann schon Angst aufgrund der Prozedur, kein Wunder, aber unten hat sie sich sofort wieder sicher gefühlt und ich konnte ohne Sorgen ins Bad verschwinden, weningstens weiß sie nun wie lang die Treppe ist. Richtig üben werden wir, wenn sie nochmal hoch läuft, dann warte ich bis sie selbst runter will, mit klopfen schafft sie es sicher dann gut runter. Nebenan ist ja noch der Kratzbaum, aber das alles hätte ich ihr eben auf die Schnelle nicht zeigen können.

Meggy und Max

Max und Maya

8.03.05
Meggy ist ganz sicher eine besondere Katze, sie hat so viel Vertrauen, so viel Mut und Geschick und eine völlig verschmuste Maus ist sie auch! Sie hätte aber bestimmt sich nicht so gut entwickeln können, wenn ihre Pflegemutter sie nicht mit so viel Liebe gepflegt hätte. Schon schlimm, dass sie so früh auf ihre Mutti verzichten mußte (12 Wochen sollten Kitten bei der Mutter und als Geschwister zusammen bleiben, ab da trennen sich die Wege von allein zunehmend), aber so hat sie wenigstens überlebt.

Max geht schmusen wo er kann, wenn mein Mann nicht reagiert, stiefelt er einfach weiter, er hatte Max aber schon im Arm. Gefaucht wird seitens Jany noch ziemlich, Filou will nur freien Weg und faucht den frei, natürlich sollte Max sich auch nicht "erdreisten" auf ihn zuzulaufen, mit der Zeit werden die Zwei mehr dürfen.
Maya ist noch vorsichtig, geht ein Stück auf die Zwei zu, aber die beiden sind eben quirlig und Maya sehr ruhig - außer sie hat Spielstunde, ich bin aber sicher, das wird mit der Zeit. Bislang wurde Maya bei anderen Katzen ja auch immer abgewiesen oder bezog sogar Ärger für Annäherungsversuche, so ist sie nun zu skeptisch aus leidiger Erfahrung. Cosima ist inzwischen völlig normal gegenüber den Kleinen, geht zusammen mit in die Küche, will zwar nichts näher mit ihnen zu tun haben, faucht aber auch nicht.
Es ist gut, dass Meggy ihren Bruder hat, erstmal sind sich die Zwei vertraut, schlafen auch mal beieinander, sie bekommt durch seine Aktivität viel Info über die Umgebung, hat einen Spielkameraden und Max ist wirklich sehr lieb zu ihr, niemals grob. Bei der anfänglichen Zurückhaltung der übrigen Miezen oder gar Anfaucherei, hat Meggy in Max Balsam für die Seele. Sie meistert ihr Leben bestens und würde sicher auch ohne ihn zurechtkommen, aber es dürfte für beide ein großes Plus Lebensqualität sein, einander zu haben.
Wenn Jany Meggy anfaucht, weil Meggy gerade in die Küche kommt, wo Jany bereits ist, dann geht Meggy etwas zur Seite bis "das Gewitter" an ihr vorbei gestürmt ist und marschiert dann zum Futternapf. Filou ist ihr gegenüber toleranter, ich denke er weiß um ihr Handicap, denn Max bekommt mehr Gegenwind - allerdings stürmt Max ja auch mittlerweile alle Räume.
Ich finde die sechs kommen sehr gut miteinander aus, obwohl sie doch recht verschieden sind. Es liegt bestimmt auch am vorhandenen Platz, der Zahl der Rückzugsmöglichkeiten, dem klugen Clanchef (Filou) und daran, dass für jede "Alt"-Katze der Tag wie immer läuft. Vermutlich ist es auch einfacher in einen Mehrkatzenhaushalt noch Katzen zu integrieren, als zu einer Katze eine Zweite hinzuzugesellen. Naja, mich halten sicher die meisten für verrückt (der eigene Mann eingeschlossen), ein halbes Dutzend Miezen!
Damit ist ganz sicher auch die Obergrenze erreicht, in punkto Katzenseelenfrieden und auch Betreuung, man hat schließlich nur zwei Hände zum Streicheln.

Wegen dem Schnupfen habe ich mit unserem TA in München telefoniert, er schickt mir diverse Sachen und ich habe noch Pulsatilla in der Apotheke bestellt. Max Auge scheint etwas besser geworden und beide schniefen nicht mehr so viel wie am ersten Tag, aber immer noch "zuviel", sie sollen ja keine Dauerschnupfer werden, Meggy braucht ihren Geruchssinn und eine stets verschniefte Nase ist gerade ihr hinderlich. Momentan hört sie sich am Futternapf wie ein Igel an, der durch den Garten schnuffelt. Ich denke, das bekommen wir aber in den Griff.

Meggy ist extrem geschickt, was das zurechtfinden, klettern und runterkommen angeht. Wir haben doch im Wohnzimmer diesen halbhohen Kratzbaum mit oben Rolle und seitlich im 45 Grad Winkel dazu weiter unten einer Schlafmulde. Die Stämme sind naturbelassenes Holz, nicht sehr griffig. Die Mulde ist oft
Meggys Schlafplatz, beim Klettern vom danebenstehenden deckenhohen Kratzbaum landet sie oft im oder auf der Rolle des halbhohen Baumes, eben habe ich gesehen wie sie von dort runterkommt: genial! Sie krallt sich in den Teppich der Rolle so weit sie vorangeln kann, steigt mit den Hinterbeinen aus der Rolle und läßt sich mit den Hinterbeinchen runterbaumeln, so kommt sie durch oben etwas weiter rückwärts einkrallen mit den Hinterpfoten auf die untere Schlafmulde und damit ist der Abstieg geschafft. Sie hat sich das allein erarbeitet, ich hatte ihr einen anderen Weg gezeigt.

Die Mäuse hat sich Meggy noch nicht "beguckt", in der Veranda war sie selten auf dem Korbstuhl und es ist dann wohl gerade kein Mauslärm im Terrarium gewesen. Oben im Tierzimmer war sie nur ein Mal und die Hamster sind zwar vom Boden zu erreichen, aber werden eher abends wach - da liegen aber Jany und Filou im Korb vor der Heizung, so dass mit entspannt auf Hamster lauschen wohl noch Zeit ins Land gehen wird.

Abends kommen Beide auf die Couch, essen geht noch so, danach werde ich belagert und beide schlafen auf dem Schoß/im Arm ein. Meggy und Max sind Super-Schmusemäuse und wirklich Traumkatzen!

 

9.03.05
Die Wogen glätten sich, so langsam kehrt das "alte Katzenleben" wieder ein. Näheren Kontakt wünschen Jany und Filou noch nicht, aber das müssen sie ja nicht. Vorhin futterte Jany in der Küche und Meggy wollte auch an den Napf, Jany knurrte nur kurz und Meggy trollte sich beiseite, sie wartete bis Jany fertig war und ging dann zum Napf.
Bei uns hat nicht jede Mieze einen Napf (momentan stehen natürlich mehr da), sie futtern eh zu unterschiedlichen Zeiten, dafür steht eben immer was da und so kommt jeder drei-viermal am Tag um zu speisen.
Als Filou nach dem Futtern noch im Wohnzimmer saß, wollte Max zu ihm hin, er wurde schon auf halber Strecke ausgebremst (Fauch). Aber es macht ihm nichts, so wie "hallo, wollte mal Tag sagen, ....ui, na denn eben nicht, ich geh ja schon" und er verzog sich auf die Couch. Filou dachte wohl "hey, nicht so fix, ich sag dir, wenn du näher kommen darfst, jetzt noch nicht".

Maya war die letzten Tage nicht wie gewohnt auf dem Sofa und zog sich zurück. Gestern würgte sie öfter ohne das was kam und fraß als störte was im Hals. Ich habe nichts gefunden, ihr dann Pulsatilla gegeben und sie ganz viel viel geknuddelt. Sie glaubt mir nun, dass sie immer noch mein ein und alles blauer Mausbär ist und bleibt, vielleicht fühlte sie sich zurückgesetzt, weil Meggy und Max ja doch viel meiner Aufmerksamkeit bekommen „mussten“.
Heute früh wollte ich sicherheitshalber zum TA mit Maya, aber morgens kam erst Max ans Bett ( zu seinem Pech wußte ich ja, das um die Zeit sonst Maya ins Bett kommt) und wurde kurz gestreichelt, dann weggeschoben, er hat es nicht krumm genommen und sich andere Beschäftigung gesucht, dann kam wirklich Maya, rollte sich auf dem Kopfkissen ein und schlief. Sie futterte normal und zeigte kaum noch Halsbeschwerden, damit fiel der TA-Besuch erstmal aus, ist ja auch Stress. Ihre Katzenseele ist wohl wieder im Lot. Mit Max und Meggy wird sie sich schon noch anfreunden, ich denke das dauert noch, aber die beiden gehen ja inzwischen freundlich ohne Angst (und deshalb ohne knurren) auf alle Katzen zu.

Nun hoffe ich, das Paket vom entfernten ganzheitlichen TA kommt bald, damit die Kleinen ihren Schnupfen bald los sind.

Max geht nun öfter in der Veranda "Mäusefernsehen", er muss nur noch lernen (da ist er ja fix drin), dazu nicht den Goldschmiedetisch zu nutzen (es arbeitet sich schlecht, wenn ein Kater zwischen den Materialen rumläuft), sondern ausschließlich den Korbstuhl, der steht schließlich extra so, dass die Miezen in der ersten Reihe vor der Scheibe sitzen können. Die Rennmäuse nehmen das neue Katzengesicht samt "Trommelpfoten" gelassen.

 

10.03.05
Die Zwei jagen sich heute sogar gegenseitig durch Wohnzimmer, ist schon faszinierend wie gut Meggy ihren Bruder ortet und erwischt. Heute war sie allein im Obergeschoß und schafft auch die Treppe runter gut, den Kratzbaum neben der Treppe hat sie ebenfalls bereits entdeckt. Nun brauche ich mir gar keine Sorgen mehr machen, wenn ich mal außer Haus muss! Mit Geschwindigkeit die Treppe runter wäre sicher nicht gut für Meggy, aber eigentlich erschreckt sie sich selten und die übrigen Katzen würden sie nicht jagen, da reicht es völlig, wenn sie sich langsam zurückzieht oder sich an die Seite setzt und "unsichtbar" macht, ich glaube selbst das ist nicht mehr nötig.
Heute war Meggy im Tierzimmer (mein Zimmer mit Katzenkorb der "Chefs" vor der Heizung, den beiden Hamsterterrarien und 2 Rennmäusen) und ganz knapp vor dem Katzenkorb in dem Jany und Filou schlafen, beide waren da, aber keiner hat sie angefaucht. Die beiden haben sie schon ziemlich häufig beobachtet und wissen vermutlich um ihr Handicap.

Vormittags waren Filou und Jany auf dem Fensterbrett im Wohnzimmer und Meggy und Max sind durchs Zimmer getobt, Sofa rauf/runter, Kratzbaum rauf/runter, um den Tisch rum usw. sah aus, als säßen die Clanchefs in der ersten Reihe und betrachteten interessiert das Treiben des Jungvolks! Momentan schläft das Jungvolk tief und fest.

Das Paket vom TA ist noch nicht da (ich lauer schon auf das Postauto), Max Äuglein und die Nieserei von Beiden ist noch auf dem gleichen Stand wie Montag, also besser als am Wochenende, aber längst nicht weg.

 

12.03.05
Heute kam endlich das Paket vom TA, Meggy und Max bekommen nun Membrana ins Schnutchen, kollodiales Silber in die Äuglein und eben das Pulsatilla.

Max wird immer mutiger, heute sah ich vom Bad aus (leider ohne Brille und ohne Kontaktlisen, so entgingen mir die Details) wie Jany im Flur am Trinknapf saß und fauchte, dann schoss ein rot getigertes Wesen aus meinem Zimmer nach rechts ein Stück die Treppe runter, kaum war Jany in meinem Zimmer verschwunden, eilte jemand zurück, ich sah nur noch den getigerten Schwanz in mein Zimmer entschwinden...kein weiteres Fauchen. Für Max ist das Obergeschoss schon gewohnte Umgebung, Meggy kommt nun auch öfter hoch. Die Treppe runter hat sie eine gute Methode: die Vorderpfoten auf die Stufe eins tiefer in die Mitte, dann mit den Pfötchen bis an den Stufenrand, Hinterpfoten auf die Stufe und Vorderpfoten auf die nächste, vortasten bis zur Kante... Sie hat also verstanden, dass die Stufen unterschiedlich sind und es kein sicheres Merksystem gibt, bis man es auswendig drin hat, sie testet immer!

 

15.03.05
Ich hoffe mal, Max wird noch anpassungsfähiger, forsch genug ist er ja für drei, in seinem jugendlichen Übermut geht er den anderen Katzen öfter zu weit. Und am Chef kommt er auch nicht vorbei, Filou läßt sich bei aller Geduld nicht die Butter vom Brot nehmen und hält dann gründlich gegen. Wird aber nicht nötig sein, er ist eindeutig größer als alle "Europäisch Kurzhaar" die ich kenne und das allein schafft ihm schon Respekt, Max ist da auch sehr einsichtig.
Max Energie ist aber auch enorm, man hat das Gefühl, er müßte morgens erstmal zum Joggen. Vermutlich wird er später dreimal die Bäume im Garten rauf und runter rennen und dann erst zum normalen Tagesablauf übergehen können. Vielleicht ist er auch mal in Zaubertrank gefallen, so wie Obelix.

Die Katzen machen sich ansonsten, aber Jany hat arge Probleme mit Max. Sie rennt gern die Treppen hoch und er faßt das als Spiel auf, rennt also hinterher, sie fühlt sich verfolgt und faucht, aber sein Spieltrieb ist ja riesig, er kapiert nicht, dass sie das so ärgert und freut sich über die Aktion. Mittlerweile greife ich schon ein, weil Jany richtig geknickt ist und verschüchtert und ich glaube nun verstehen sich beide langsam.

Meggy kommt mittlerweile ganz selbstverständlich die Treppe rauf und runter, nur gestern ist sie auf dem obersten Stück beinahe abgerutscht, da ist kein Geländer und noch keine Treppenstufe, die fängt erst etwas weiter seitlich an. Zum Glück hat Meggy sich mit einer Pfote noch in der obersten Kante verkrallt und hatte sich hochgezogen bevor ich ihr helfen konnte. Ich habe ihr versucht den Unterschied ertasten zu helfen, aber dann doch den großen Rosenquarz vom unteren Treppenteil oben an die trügerische Kante gelegt, er ist schwer und groß genug das Stück abzudecken. Am Flur oben haben wir die Quer-Leisten, die das Geländer ersetzen ergänzt. Nun kann Meggy auch nicht aus Versehen/aus Schreck über die Flurkante ins Treppenhaus fallen und ich konnte die provisorischen Kartons und Pappen wegnehmen.

Als neuen Schlafplatz nachts hat sich Meggy den Stuhl neben meinem Bett ausgesucht oder schläft im Korb gleich dahinter. Max pennt angeblich öfter im Bett, wandert drauf rum (das erzählte mein Mann, ich habe nichts mitbekommen) und schläft manchmal mit auf dem Stuhl. Bei Max ist der Gegensatz zwischen wach und schlafen richtig krass. Entweder er tobt und rennt rum oder er schläft fast wie ein Toter, dazwischen gibt es nicht viel.

Draussen wäre er sicher froh, aber das traue ich mich nicht, bevor er nicht kastriert ist und länger hier lebt. Gestern ist er mir samt Meggy raus entwischt. Sie bleibt meist nur auf der Treppe vom Eingang, ist ihm gestern aber ohne Scheu über den Hof bis zum Rasen gefolgt. Ihr Vermögen sich die innere Orientierungskarte sofort weiterzuzeichnen und eben auch sofort zu "speichern" ist enorm. Meggy wird sich später bestimmt gut im Garten zurechtfinden. Max ist gleich unter der nächsten großen Kornifere verschwunden und dachte ich spiel mit ihm fangen, natürlich hat er immer gewonnen, bis ich ihn dann doch Richtung Haus gescheucht bekommen habe. Ihm gefällt es draussen sehr und ich bin nun der Spielverderber, der ihm die Welt da draussen noch verwehrt. Seinen Optimismus dämpft das nicht, er probiert es weiter. Momentan überbrückt er die Zeit mit Fliegen fangen (zum Glück mit Rücksicht auf Einrichtung, Pflanzen und eigenen Körper), da wird er im Sommer reichlich zu tun haben!

Meggy und Maya spielen manchmal zusammen, eher das ruhige Spielmäuse hin-und herschieben, klappt nur, wenn Max schläft, sonst wird durch ihn das Spiel zu wild für Maya, das ist ihr nichts. Mittlerweile hat auch Meggy die lebenden Mäuse und Hamster entdeckt, am liebsten ist ihr der Zwerghamster mit seinem Terrarium direkt am Boden, zumal sie da bequem auf der Lautsprecherbox daneben liegen kann und das große Mäuseterra in der Veranda. Wahrscheinlich weil die anderen Nager nicht so gut zu erreichen sind.

Den Schnupfen haben wir leider noch nicht im Griff, ich würde sagen, es ist besser geworden, aber nicht viel. Vermutlich muss ich Geduld haben, weil etwas, was so lange anhält auch nicht gleich verschwindet, aber morgen werde ich wohl nochmal den TA anrufen. Max Augen sehen manchmal recht gut aus, dann wieder ziemlich verklebt, aber fast immer gerötet. Das kollodiale Silber hilft wohl nicht gut genug. Sie bekommen das und das Membrana ja auch erst fünf Tage. Max ist das Augen wischen und tropfen satt, ich muss mir immer neue Tricks einfallen lassen, um ihm die Tropfen zielsicher zu verabreichen und gleichzeitig den Krallen der Pfoten auszuweichen, Geduld ist nicht Max Stärke.
Beide Niesen auch noch, nicht so oft, aber wenn, dann bräuchten sie ein Taschentuch. Ich versuche ja immer gleich alles wegzuwischen, aber das geht nicht immer, am schlimmsten ist es, wenn es -nicht selten- im Futternapf landet. Deshalb füttere ich die Großen schon aus anderen Näpfen, die ich nach der Trockenfutter Mahlzeit erstmal wegstelle, aber das klappt dann nicht, wenn ich länger ausser Haus muss.

Eben war es so schön ruhig draussen und Maya wollte raus, Meggy stiefelte gleich hinterher, die übrigen habe ich "weggesperrt" um Ruhe zu haben. Ich wollte mal schauen, wie Meggy sich draussen zurechtfindet, sie stiefelt ja schnurstracks los, als kenne sie den Weg. Naja, ich glaube sie läuft einfach vertrauensvoll los und versucht sich alles zu merken. Sie ging erst eine Runde im Hof und wollte unbedingt durch die Lücke zwischen Anbau und Garage nach hinten, da geht es aber auch gleich zum Nachbarn, also habe ich sie weiter an der Garage langgeschoben, sie ging dann weiter am Hofrand lang ohne den Rasen zu betreten, auf dem Asphalt weiter, immer weiter Richtung Tor, an der Gartentür bremste sie und merkte dann, aha sie kann unten durch, ich rief sie und sie ging erstmal zur Seite zum Vorgarten, drehte aber wieder und lief am Tor lang, in der Mitte wird es vom Bodenspalt her höher und da ging sie durch, mein Rufen brachte null Erfolg, sie lief einfach weiter über den Fußweg auf die Strasse, dort habe ich sie in der Mitte eingesammelt, zurückgetragen bis zur Hauswand, dort hat sie offensichtlich ihren Hinweg gerochen und folgte der Spur zurück, kam an die Rasenfläche, war irritiert und wollte schon unter die Kornifern, ich habe ihr aber angesehen, sie weiß nicht wo sie ist und sie reagierte auch auf meine Stimme nicht, waren wohl zu viele Eindrücke auf einmal. Sie war überfordert. Ich habe sie dann hochgenommen, damit der Ausflug nicht aus dem Ruder läuft, aber eigentlich wollte sie vor mir weglaufen, erst auf dem Arm wußte sie dann wohl Bescheid, wer ich bin. Drinnen fand sie sich auch sofort zurecht.
Das Experiment sagt mir, dass sie solche Ausflüge nur in absoluter Ruhe und auf alle Fälle mit Geschirr und Leine machen wird. So lange, bis sie sich ganz sicher auskennt wo sie zuhause ist, bis sie auf ihren Nanmen reagiert und auf keinen Fall mehr auf die Strasse läuft. Vielleicht wird sie auch immer an der Leine bleiben müssen, denn der Weg zum Nachbargrundstück wird nur von einer Hecke, keinem Zaun begrenzt, na mal sehen. Meine vier "Altkatzen" bleiben auf unserem Grundstück, wenigstens bis zur Dämmerung und dann müssen sie rein.
Bei Max sehe ich schon, dass er sich damit vielleicht nicht zufrieden gibt, da muss ich wohl später sehr sehr aufpassen, dass er seine Schwester nicht "mitnimmt". Allerdings wird auch Max nur begrenzt raus dürfen, echte Freigänger haben nur die Nachbarn, mir ist das zu gefährlich. Na es ist ja noch viel Zeit, bis die Zwei wirklich raus dürfen und vielleicht läßt sich Max ja daran gewöhnen im Garten zu bleiben.

 

16.03.05
Gestern habe ich noch in der Veranda das Rennmausterrarium gesäubert und neu eingerichtet, das fanden die Zwei oberspannend, vor allem das Mausgewusel hinterher.
Bei der Fütterung hat sich dann Max den weißen Zwerghamster Herky "vorgenommen", d.h. der Hamster scharrt unbeeindruckt vorn in der Ecke und Max versucht verzweifelt durch das Lüftungsgitter ranzukommen, natürlich ohne Erfolg, das weiß der Hamster auch. Später hat Meggy den Job übernommen, anbei ein Bild des vorübergehenden Friedens (das weiße etwas in der Terraecke, was man nicht komplett sieht ist der Hamster) - sobald Max den Kopf über den Korbrand hob, knurrte Jany, aber er verstand diesmal, klappt also schon recht gut!

 

17.03.05

Gestern war so schönes Wetter, da habe ich mal die Leine samt Geschirr vorgeholt und bin mit Maya und Meggy raus. Meggy kommt mit der Leine ganz gut zurecht. Ich habe inzwischen auch begriffen, warum das neulich so schiefgegangen ist, es liegt logischerweise an ihrer Erfahrung mit der Umwelt. Drinnen schaut sie ja neue Räume auch einfach drauflos an, merkt sich zwar fast sofort alles, aber kommt ja wegen der Endlichkeit auch an den Wänden orientiert automatisch zurück, sie findet da ja schnell etwas Vertrautes. Draussen fehlen die begrenzenden Wände als Rückfindungshilfe, aber sie hat eigentlich folgerichtig aus ihrer Sicht gehandelt, immer vorwärts.
Nur dass es da ja keine wirkliche Begrenzung gibt, erst weit weg, also nichts zum automatisch zurückfinden. Gestern lief sie die alte Strecke, zum Tor, am Rand lang zurück, über den Hof zum Rasen, da habe ich sie mal drauf laufen lassen, sie ging recht weit und hatte auch viel Zeit zum Schuppern, am Garagenende bin ich dann umgekehrt und sie hat noch ihre Hofrunde gedreht, kam dann an den Kunstrasenteppich am Eingang, fand die Treppe und ging allein hoch – also ein gewisses Mass an Orientierung hat sie inzwischen auch draussen.
Max fand die Leine wenig lustig. Er war zum Spielen aufgelegt und da stört die olle Leine, dabei habe ich extra die Endlos-Hundeleine genommen. Als erstes verschwand er wie der Blitz unter der nächsten Kornifere, kam vorgesprungen, rannte unter die nächste, einmal unter den Zweigen durch...er konnte ja nicht wissen, dass ich mit der Leine dabei arge Probleme habe, die blieb ständig irgendwo hängen, was ihn irritierte, bremste seinen Renndrang aus, er tat mir leid, aber anfangs geht es nicht anders und es wird noch einige Zeit bei Leine bleiben, er kennt sich sicher bald aus, aber einen unkastrierten Kater möchte ich nicht frei laufen lassen und kastrieren kommt noch nicht in Frage. Er hat ja nach den Leinen-Monaten noch viele Jahre ohne. Schätze er lernt auch mit der Leine klarzukommen, schließlich ist er schlau.
Den Leinenrundgang finde ich aber auch wegen der Atemwege und dem Katzenschnupfen nicht schlecht, frische Luft tut sicher nicht nur uns Menschen gut. Heute sieht es leider nicht nach "Ausgang" aus, nicht mal die großen Miezen drängeln.

Für seine Äuglein bekommt Max nun auch Membrana reingetropft, der TA meint, mit dem Schnupfen wird auch die Augenentzündung abklingen, aber ich müsse Geduld haben, sie haben es so lange, da geht es nicht so fix weg und vielleicht bleibt ein Rest auch für immer – hoffentlich nicht. Die beiden haben schon genug Krankheit durchgemacht.

 

20.03.05
Inzwischen werden meine Berichte immer spärlicher, die beiden haben sich einfach gut eingelebt, alles erobert und nun kehrt der Alltag ein. Jany und Filou fauchen noch ein wenig, Jany ist einfach noch verstört wegen dem Jungvolk (das Stürmische liegt ihr nicht). Maya begrüßt die beiden manchmal schon mit Nase an Nase, aber beobachtet eher das Spiel als Mitzumachen, das Rumgerenne ist ihr nichts.
Gestern Nacht schliefen fünf Katzen in meinem/im Tierzimmer, Jany und Filou im großen Korb, Maya auf dem Schaffell unterm Tisch und Max und Meggy auf der Couch, Cosima schläft meist im Wohnzimmer in der unteren Höhle vom kleinen Kratzbaum (Stammplatz ist Stammplatz, Cosima hat ihre Prinzipien).

Nachher gehen wir mal wieder in den Garten, die Vier waren vormittags schon bzw. Cosima sitzt noch immer draussen ("kalt?mir? ich hab Pelz und schau - ganz warme Pfoten"). Meggy und Max haben nun jeder ein Geschirr, aber sie werden doch besser nacheinander raus dürfen, sonst ist Leinenknotenchaos zu befürchten.

Ich glaube auch, Max und Meggy sind gewachsen, sie sehen auch etwas "voller" aus, eigentlich wie große Katzen nur eben proportional kleiner. Zugegeben, sie futtern ganz schön viel, aber das hat schon nachgelassen, sie haben sich darauf eingestellt, dass da immer Futter rumsteht.

Mittlerweile schniefen die Zwei auch nicht mehr so viel, es kommt weniger "Rotz". Max Augen sind besser, aber sie laufen oft. Vielleicht sind die Tränenkanäle zu, ihm laufen die Augen beinahe so über wie Maya (die keine Tränenkanäle hat). Ich werde noch ein paar Tage abwarten und sonst dem TA die anderen Augentropfen vorschlagen. Cortison verwende ich nicht so gern, nur im äußersten Notfall, weil danach die homöopathischen Mittel nicht mehr so gut anschlagen. Meggys Augenhöhle verklebt auch, allerdings immer im selben Maß. In ein paar Wochen werde ich sie mal zum TA mitnehmen, ob es besser ist, ihr die auch noch zu operieren. Kommt nur in Frage, wenn es ein ewiger Entzündungsherd bleibt. Ich kann einfach nicht einschätzen, ob das Verkleben von den Augensekreten kommt oder wie bei Max entzündungsbedingt ist. Letzteres wäre ja eine Dauerbelastung für ihren Körper und da wäre eine OP wohl besser. Wenigstens kann ich bei unserem TA sicher sein, dass er nur für eine OP ist, wenn er sie für gesundheitlich unabdingbar hält.

Im Forum von Luna-Cat habe ich mich angemeldet, ist ja wirklich interessant dort. Den Bericht schreibe ich wohl Anfang April, dann ist ein Monat rum und dann geht auch eine Ergänzung als Information an Tiere-in-Spanien.

Weil Max auf den meisten Fotos so friedlich schläft, kann sich keiner vorstellen, dass er so ein Wirbelwind ist. Ich werde ihn fototechnisch wohl mal im Galopp oder im Flug erwischen müssen!


21.03.05
Max hat sich heute getauft!... Auf dem Gartenausflug kam er an den kleinen Teich und wollte mir nicht glauben, dass dünnes Eis nicht zum Laufen geeignet ist, erst ist er am Ufer durchgebrochen und hatte nasse Pfoten, dann wollte er unbedingt noch mal hin und leider gleich quer über den Teich, aber Kater können nicht übers Wasser laufen, das Eis hielt ihn nicht und er bekam ein nasses Hinterteil, hat ihn gar nicht irritiert. Mal sehen wie er das im Sommer macht, ich hoffe er findet nicht Spaß am Baden. Raus kommt er ja immer locker allein, das Ufer ist trotz Fertigteich rundum flach – damit kein Tier nach einem Sturz ertrinken muss.

Meggy sammelt Mäuse, ich habe leider noch nicht feststellen können, wo die gehortet werden. Kaum gebe ich Maya was zum Spielen, kommt Meggy an und nimmt die Maus mit - auch wenn sie bereits eine hat. Maya läßt das durchgehen, ich hoffe sie revanchiert sich mal, sonst kann ich täglich Klapper-Mäuse besorgen.

Der Schnupfen der beiden scheint mir heute schlimmer, ich werde morgen wohl den TA anrufen, falls es morgens nicht wieder besser ist.


23.03.05
Eingelebt haben sie sich mittlerweile völlig würde ich sagen. Aber am Sonntag wurde der Katzenschnupfen schlimmer, bei beiden. Also Montag den ganzheitlichen TA nahe München angerufen und noch mehr Medizin (Infect 2 und Nachschub Membrana) in der Apotheke bestellt, kann ich heute abholen. Ich fragte ihn, ob Antibiotika nicht doch mal sinnvoll wären und er dachte, sie hätten bis zum Umzug welche bekommen, dem war nicht so, da sie also bislang nicht soo oft welche bekommen haben, fand er es nun auch sinnvoll. Also sollten sie Antibiotika zur Entlastung (Erregermenge) und weiter das Ganzheitliche bekommen.
Ich bin nachmittags dann hier zum TA und er hat beide gründlich untersucht. Zum Glück sitzt der Schnupfen nur "oben" die Bronchien usw. sind frei. Er hat ihnen Ampicellin gespritzt und mir für 14 Tage Tabletten davon mitgegeben, auch Augensalbe.
Max Tränenkanäle sind ziemlich zu, aber zumindest durch den linken kam noch was vom Auge durch die Nase raus, viel tun könnte man eh nicht, wenn sie zu wären, die OPs dafür sind nicht erfolgversprechend. Meggys Augenhöhle hat er recht genau angesehen, es könnte hinten noch ein Rest vom Auge drin sein, aber genau könne er das alles erst sehen, wenn die Entzündung abgeklungen ist, dann wisse man auch ob sie vom Schnupfen kam oder vom Auge her. Falls nur vom Schnupfen, wäre höchstwahrscheinlich alles okay und sie bräuchte dort keine weitere Versorgung.
Da wir nun sowieso beim TA waren, habe ich beide auch gleich chippen lassen. Sie kommen zwar noch lange nicht ohne Leine raus, aber mir ist einfach wohler dabei, kann ja doch mal unglücklich laufen.
Seit die Zwei Antibiotika bekommen, ist der Schnupfen deutlich besser, die Augen haben kaum noch Sekretsammlung und der Rotz ist bei Meggy fast weg, bei Max wesentlich besser. Ich soll ihnen das AB 14 Tage geben, um Resistenzen sicher auszuschliessen. Na gut, es mußte sein und nebenher bekommen sie weiter Pulsatilla, Membrana und auch PetMun, ich hoffe wir haben damit dann in einer Woche den Schnupfen besiegt oder fast weg.

Filou, Jany und Maya gehen gern auf unseren (noch unsanierten und mit allem möglichen Zeug vollgestellten) Dachboden, gestern habe ich nicht gut aufgepaßt und Max ist auch hochgelaufen, was mir recht spät auffiel. Da waren alle schon wieder unten, aber Max stiefelte noch fröhlich zwischen den Kisten rum. Als ich ihn holen wollte, ist er erst recht weggezischt und natürlich hat er da oben auch leichtes Spiel. Schließlich wollte er in seinem Entdeckerdrang ganz in die Spitze der Dachschräge, da wo die Hauswand anfängt, mein Rufen war sinnlos, also hin, er quetscht sich prompt noch hinter den letzten Balken, klasse, irgendwie bekam ich ihn noch zu angeln und konnte den kleinen Herrn widerwillig aus seinem Versteck ziehen. Toll, er hatte plötzlich auch einen weniger schicken Grauton im Fell. Also mit Katerchen los und mitten im Dachboden stand Meggy, ich hatte die Tür nicht
ganz geschlossen und sie ist mir gefolgt, die steile Treppe hoch, durchs Kistenchaos und völlig unbeeindruckt von allem, wenigstens war sie noch sauber. Max habe ich dann im Waschbecken erstmal teilgewaschen, fand er nicht besonders gut, sah hinterher aber wieder wie Max aus. Bleibt mir nur bei den nächsten Tiger-Dachbodentouren solange vor der Tür Wache zu sitzen, bis die großen alle wieder da sind.
Max weiß was er will, jaja. Eben miaute er Arien, weil die großen raus durften und für ihn die Tür zu bleibt. Aber er läßt sich wenigstens trösten und findet schnell andere Beschäftigung.
Meggy spielt inzwischen viel mit ihrem Schlafstoffkorb, erstmal drin die Maus fangen, irgendwann kippt man damit um, dann wird darunter weitergespielt oder samt Körbchen als Schildkröte das Zimmer "befahren" und zum Schluss läßt sich auch oben auf dem umgekippten Korb schlafen.


28.03.05
Nun ist unser Osterbesuch weg und hier kehrt wieder Ruhe ein. Ich weiß nicht, ob es am Besuch lag, Max und Meggy waren ganz schön "aufgedreht", eine Nacht haben sie gut getobt, aber echte Katzenfans wie unsere Gäste nehmen das wie ich als übliches Hintergrundrauschen! Max hat bei meiner Freundin am Kopf geschlafen, das ist ja Mayas Platz bei mir, aber heute lag dort auch Max.
Wir waren Ostern auf dem Mittelalterfest auf Burg Rabenstein, dort ist immer ein Korbmacher, der günstig und gut ist - wir haben also nun einen zweiten flachen Katzenkorb, liegt schon ein Schaffell drin und gestern schlief dort Maya, Meggy hat sich kurz dazugelegt, dann war der weiße Hamster wach und schlafen vergessen. Ich glaube sie werden sich noch gut anfreunden. Cosima kann Max gut leiden, Nasenbegrüßung ist üblich, aber seltsamerweise Meggy nicht, sie wird "so dicht" angefaucht. Vielleicht kommt Cosima mit den fehlenden Augen nicht so klar oder es ist einfach "die Chemie". Jany und Filou sind Meggy gegenüber viel nachsichtiger als Max gegenüber.
Mittlerweile hat sich aber das Verhältnis von Jany zu Max normalisiert, sie haut nicht mehr ab und zeigt ihm bis wo er gehen darf, er versteht das auch.
Der Schnupfen ist deutlich besser, geniest wird noch ab und an, aber das ist mehr "Wasser", Max Augen sind auch viel besser. Allerdings macht Max mir andere Sorgen, er scheint auf bestem Wege potent zu werden. Beim Spielen werden beide energischer, aber Max reitet auf Meggy auch schon auf (nicht das für Dominanz, wäre Meggy rollig, wäre sie nun wohl guter Hoffnung, ich habe es nicht gesehen, aber unsere Freunde und sie kennen sich auch aus) und schleckt sie hinten gründlich ab, auch sonst beginnt er dominanter zu werden, so Richtung Katergehabe. Nun ist mir einerseits nicht so wohl dabei ihn schon kastrieren zu lassen, der TA sagte ja auch ich soll auf Geruch im
Katzenklo warten (bei super-Streu aber auch nicht so einfach zu schnüffeln und ob das der richtige Früh-Anzeiger ist ...), aber er scheint körperlich so weit zu sein und sein Verhalten läßt auf einschießende Hormone schließen, nun ist auch noch Frühling...
Meine Freundin meinte angesichts seiner Trockenübung, es wäre höchste Eisenbahn. Ich bin da etwas vorsichtiger, allerdings sind ja Kater auch nach der OP noch nicht gleich steril, die Hormone arbeiten ja auch noch etwas weiter und ich möchte mich nicht darauf verlassen, dass Meggy ein Spätentwickler ist. Räumlich trennen wäre selbst für einen Tag schon die Hölle für alle und ist psychisch für Max ganz schlimm. Er ist derjenige, der oft nach seiner Schwester miaut, wenn er sie nicht sieht und Sehnsucht hat.
Max würde es auch als Erster merken, wenn Meggy rollig würde und wenn ich das nicht mitbekomme ist es geschehen (für Meggy sicher nicht gut und es gibt schon genug Katzenkinder, ich könnte mich auch von keinem trennen, müßte es aber). Meggy Hormone geben finde ich nicht gut, die Pille würde ihren Hormonhaushalt auch durcheinander bringen, bevor er richtig entwickelt ist. Jany war mit fünf Monaten das erste Mal rollig, Maya glaube ich mit sieben oder acht, bei Cosima weiß ich es nicht. Meggy ist wie Max nach meiner Rechnung nun sechs Monate alt und ich glaube doch, ich werde Max beim TA anmelden... , seufz.

   

Meggys Augenhöhle ist sicher "in Ordnung", denn die Salbe hat bei ihr schon nach zwei Tagen geholfen, dort läuft nichts mehr raus, keine Verkrustungen, war also wirklich nur vom Schnupfen, vorsichtshalber bekommt sie aber solange Salbe wie Max.


30.03.05
Nach ewigem inneren ja und nein habe ich doch gestern beim TA um Termin gebeten (mittlerweile habe ich Max Trockenübungen mit eigenen Augen gesehen)und für heute früh einen bekommen. Morgens ist mir immer am liebsten, dann steht nachts nichts zu fressen da und morgens stehe ich nur auf, packe die Mieze ein und fahre zum TA. So vermisst niemand arg sein Frühstück oder ist geknickt weil die anderen dürfen und er nicht. Nach dem Einschlafen des Patienten fahre ich dann zurück und versorge alle, mittags kann ich dann Mieze wieder abholen.
Max ist bereits zurück vom TA und schläft, er hat es allein die Treppen hoch geschafft und sich dann den Korb von Chefkater Filou ausgesucht, da ist ein warmes, dickes Schaffell drin, aber Filou braucht ihn nur anzuschauen und versteht wie es ihm geht - da darf er dann auch im Korb liegen bleiben!
Eigentlich darf außer Filou nur Jany oder auch neuerdings Maya drin schlafen, auch gleichzeitig mit ihm. Ich bin jedenfalls froh, dass er dort bleibt, sonst müßte ich ständig schauen wo er rumtigert und die typische Unruhe nach Narkose zeigt er nicht, Max ist "nur" ratzemüde. Ich wollte ihm eigentlich noch eine Infusion geben lassen, damit die Narkose schneller weg ist, aber der TA meinte, er wäre schon ziemlich "wach" und eigentlich wäre es besser, er würde sich heute mal nicht so viel bewegen. Da Max ja ein Hummeln-im-Hintern-oder-ganzmüde-Kater ist, habe ich auf den TA gehört, er würde vermutlich wirklich zu schnell toben.

Meggy hat ihn zwar nicht gesucht, aber kam ständig, irgendetwas war also schon anders für sie. Nach dem TA hat sie Max erstmal nicht erkannt, irgendwie erinnerte er sie an wen, aber er lief so seltsam, roch anders und bald hatte sie eine Flaschenbürste als Schwanz und einen Kamm auf dem Rücken. Es ließ ihr keine Ruhe, sie forschte immer wieder nach, aber blieb mißtrauisch. Die übrigen haben es da leichter, denn die Fellfarbe stimmt ja noch. Meggy wird ihn schon noch erkennen, auch wenn sich sein Geruch nun ändert, seine Stimme ist bestimmt noch die gleiche.
Nun hoffe ich, dass Meggy nicht in den nächsten Wochen rollig wird und wenn, dann dass Max nicht mehr genug Hormone hat... Meggy hat noch lange Zeit bis zur OP und wenn es soweit ist, werde ich den TA bitten, ob ich nicht ausnahmsweise dabei sein darf, damit sie nicht Panik bekommt, wenn sie wach wird. Oder vielleicht ist es auch besser, sie mit Inhalationsnarkose zu Kastrieren, dann muss ich zu einem anderen TA, der ist auch sehr gut, leider mit mehr Fahrzeit verbunden und läßt keinen in den OP-Trakt, allerdings ist Meggy dann ja gleich wieder wach... Ist ja noch genug Zeit zum Grübeln.

Nun werde ich mal den Patienten beknuddeln, anbei ein Bild von ihm im selbsterwählten "Ausschlaflager".


3.04.05
Max hat sich gut erholt und Meggy erkennt ihn auch wieder, die zwei toben zusammen wie immer. Meggy kommt vom Schlafzimmerfensterbrett nicht allein runter, ist zwar nicht viel höher als die anderen Fensterbretter und es steht wie überall ein Hocker darunter, aber sie ruft immer um Hilfe. Rauf will sie natürlich trotzdem, denn dort ist ein Katzennetz und bei offenem Fenster eine Art Miniatur-Katzenbalkon. Als Ausweg habe ich nun eine Kratztonne bestellt, mit Brett darunter für Standfestigkeit, kommt leider erst in zwei Wochen. Einen Kratzbaum wollte ich nicht, das Schlafzimmer soll ja nicht zum Toben sein, mittlerweile droht mein Mann schon nachts die Tür zu schließen, weil einer oder beide nachts Spielzeug mitbringen, im Bett rumlaufen, ... ich merke davon nichts und irgendwann gibt es sich sowieso. Tür zu finde ich keine Lösung, vor allem weil ich nachts dann nicht mitbekomme, wenn einer übermäßig spuckt, ständig aufs Klo rennt oder jault, also krank ist – denn davon wache ich sonst trotz Tiefschlaf auf.
Meggy versucht -wenn Max pennt- mit allen zu spielen, sie hoppelte mit Spielschwanz auf Jany zu, die war zu verdutzt um abzuhauen, fauchte dann aber mächtig. Jany spielt nur mit Filou. Bei Maya traut sich Meggy nicht so ran, Maya wedelt oft mit dem Schwanz, vor allem angesichts Spielzeug, sie meint das aber nicht im üblichen Katzensprachensinn, sie freut sich tatsächlich, das verstehen die anderen Katzen in Zusammenhang mit der übrigen Körpersprache, aber Meggy spürt vor allem den seitwärts wedelnden Schwanz und geht lieber beiseite.
Manchmal spielen aber doch beide ein wenig mit dem selben Knüllzettel oder einer Maus, aber leider selten.
Max mopst Meggy gern ihre Maus (also die von den vielen, die sie gerade am Wickel hat), wird dafür aber nachdrücklich angegangen und kommt nicht so einfach davon, im Nachteil scheint er da schon, denn er behält die Maus im Schnutchen und kann sich so nicht richtig wehren. Beim Gerangel landet dann die Maus irgendwo, aber Meggy bekommt im Gefecht selten mit wo und am Ende behält Max die Beute.
Oben auf dem Regal neben dem Kratzbaum schläft Meggy gerne, am liebsten mit dem Hintern an einen der Koalas gekuschelt, die rutschen dabei immer weiter und nach einiger Zeit landet einer unten, dann der nächste und schon sind die Pelzkameraden weg, och.
Heute haben die Zwei Unfug für morgen gleich mit verzapft. Den Müllbeutel vom Katzenklo oben, wo auch der Sand aus den Nagertoiletten drin landet, habe ich heute früh gut verknotet vor die Eingangstür gestellt und wollte ihn in Kürze rausbringen, in der Zeit hatte Meggy ihn gut durchlöchert und Sandberge geschaffen, ...wie schön. Nachdem der Staubsauger wieder verstaut war, muss einer von beiden im Klo gewesen sein und entweder pappte die Feinstreu im Klumpen an der Pfote oder die kleinen Ferkel haben sich den Klumpen rausgeholt, jedenfalls war er strategisch optimal verteilt auf den Fliesen, ...mir fehlt wohl einfach das Verständnis für so tolle Spiele.
Meggy spielt gern im Klo, Schwanzhaschen, Buddeln, ...ich versuche ihr das schon abzugewöhnen, aber immer steht man ja nicht daneben.
Nun werde ich die beiden mal "ausführen" in den Garten.

  

   


5.04.03
Max geht es so gut wie vor der OP, man merkt ihm null an. Es war gut, dass er keine Infusion bekam und die Narkose länger drin blieb, denn sobald er sich gut ausgeschlafen hatte, legte er wieder los, nach ein paar Tagen tobte er rum wie immer, ich denke er hat keine Schmerzen mehr.
Meggy ist gar keine so arme Maus, sie kann sich gut wehren und Max ist zwar der manchmal Nervende, aber sie fängt oft genug eine Rangelei an und liegt auch öfter unten (auf dem Rücken). Vielleicht bremst die OP auch noch einen Teil seiner Katermanieren, denn er könnte da wohl ganz schöne Allüren entwickeln, er meint es nicht bös, aber die übrigen finden es nicht lustig.
Von Filou bekam er auch schon eine verplettet, ohne Krallen, aber wer zu sehr nervt, muss einstecken können - das kann er aber auch.
Cosima liegt gern ganz oben im Kratzbaum, da setzt er sich des öfteren auf die Etage darunter und pfotet nach oben, Cosi wird dann ganz grimmig (eigentlich können sich die zwei leiden, aber Schlafplatz ist Schlafplatz) und faucht heftig, er zögert und fängt wieder an, ... . Cosima ist seit heute früh draussen, der Platz frei - aber dadurch ist er ja langweilig, so ohne Kampf. Wenn Meggy oben drin liegt, kommt das gleiche Spiel, aber sie verteidigt resolut ihren Platz und Max gibt irgendwann auf.
Ich schätze Max wird ruhiger, wenn er raus kann. Aber noch ist es zu früh, vermutlich könnte er noch Vater werden. Er muss auch erst lernen zu hören, das klappt noch nicht so. Wenn ich eine meiner Miezen hochnehmen möchte oder eben nur nehmen, dann bleiben sie entweder sitzen oder entfernen sich nicht sehr, es gibt keine Verfolgungsjagd und draussen lassen sie sich nehmen oder laufen dann ins Haus zurück. Max denkt anscheinend immer, es kommt was ganz schlimmes (warum weiß ich nicht) und so muss ich manchmal für die Augensalbe eine Verfolgungs"jagd" machen, er gewinnt nie und ist hinterher auch weder geknickt noch sonstwas, sondern bleibt dann auch sitzen, läßt sich knuddeln, aber beim nächsten Mal geht es wieder genauso los. Draussen muss er aber in gewissem Mass hören, also auf Ruf stehenbleiben (wegen der Strasse oder zum Einsammeln) und sich auch nehmen lassen.
Da er ein schlauer Kater ist, schaffen wir das auch noch, er soll ja nicht wie ein Hund hören, aber beim bestimmten Tonfall wissen meine Katzen "nun ists ernst" und fügen sich, das ging aber von allein, vielleicht hat Max noch zu viele Flausen im Kopf.
Man braucht das ja nicht oft, aber es hat große Vorteile (die Bande einsammeln, wenn man plötzlich weg muss, Medizingabe, Katze will vom Grundstück abhauen ..).
Heute ist der letzte Antibiotika-Tag, danach gibt es nur noch Homöopathie, aber beide niesen kaum noch, Meggys Augenhöhle ist hell und nicht mehr rot,Max Augen sehen auch fast okay aus, ich hoffe es bleibt so und wird nicht wieder schlimmer, allerdings ist der Zustand ja schon einige Tage stabil, sonst hätte ich Max nicht operieren lassen, dann wäre er vielleicht schon Daddy in spe (ich kann das Gerede von Bekannten "och lass ihnen doch einmal den Spaß" schon nicht mehr hören, keiner von ihnen würde eine Katze nehmen, keiner hat eine, alle keine Ahnung von den Hintergründen, aber Sprüche vom Stapel lassen, grrr).

 

5.05.05
Ich habe zwar ein megaschlechtes Gewissen, weil so lange nichts geschrieben, aber das nutzt nun auch nix. Es passiert auch nicht mehr so viel. Die beiden haben sich total integriert und sogar unsere Katzentruppe näher zusammengerückt, ansonsten läuft der Katzenalltag wie vorm Einzug der Beiden und so bin ich hochzufrieden!

Die Kratztonne ist längst eingetroffen, den ersten Tag habe ich sie im Schlafzimmer unter dem Fensterbrett verkeilt und mit Meggy geübt, klappte auch sehr gut, aber abends war mein Mann nicht dazu zu bewegen die Tonne zu dulden, von wegen kein Spielzeug im Schlafzimmer. Ich habe keine Ahnung was er sich unter "ich habe eine Kratztonne als Abstiegshilfe im Schlafzimmer für Meggy bestellt" vorgestellt hatte (??!).
Die Tonne steht seither zwischen Büro und meinem Zimmer am Türrahmen und das finden die Katzen auch klasse, so können sie auch direkt in ein Rennmausbecken schauen.
Von der Tonne geht Meggy übrigens auch rückwärts runter, nicht durch die Löcher nach innen, sondern außen am Sisal runter.
Erstaunlich ist, wie gut sie Fliegen fängt. Max und sie turnten ja zu meinem Ärger zwischen den Orchideen lang, mit wachsender Katzengröße flog immer öfter ein Topf runter, aber ich glaube, jetzt haben sie wenigstens theoretisch erfaßt, dass sie das besser bleiben lassen. Bei den anderen Blumentöpfen muss ich wohl hinnehmen, dass öfter was von den Pflanzen abbricht, weil die Fliegenfängerei solche Rücksicht einfach nicht zuläßt. Schätzte mit der Zeit läßt es nach und Fliegen werden Alltag oder ich freu mich im Sommer über jede Erlegte, die dann nicht mehr im Zimmer rumdüst.
Cosima spielt nicht mit anderen Katzen, mit Max oder Meggy auch nicht, aber sie hält keinen Abstand mehr und manchmal findet sie das Treiben sicher unterhaltsam. Sie ist nun immer öfter nicht irgendwo abseits, sondern mit auf der Couch oder auf dem Fensterbrett. Ein Riesenfortschritt!
Jany regt sich immer weniger auf, ihr wird das Jungvolk aber nie ganz grün sein, obwohl sie zufällige Nähe schon sehr duldet und Max in 20 cm Entfernung von ihr schlafen darf. Filou will anscheinend nur seine Ruhe vor den beiden und seinen gesicherten Eigentagesplan, schaut ihnen aber intensiv beim Spielen zu.
Maya spielt zaghaft mit Meggy, Max ist ihr viel zu stürmisch, Meggy eigentlich auch zu schnell und dann hat sie ja auch manchmal so einen Vorwärtsdrang, aber sie sieht nicht, dass Maya im Weg ist, sie kann im Spieleifer nicht so viel Rücksicht nehmen, wie es Maya macht. Trotzdem bekommt Maya manchmal die Maus zugeschoben, wenn Meggy sie wiederholen möchte, gibt es was mit der Pfote obendrauf, aber dann wird die Maus zu Meggy gepfotet. Die beiden spielen schon irgendwie doch zusammen - wenn Max nicht dabei ist. Der fühlt sich aber schnell einsam, wenn er nicht schläft und dann miaut er nach Meggy oder kommt schnurrfiepend/gurrend nachsehen, warum Schwesterchen seiem Ruf nicht folgt. Maya schaut oft einfach interessiert zu, wenn Max und Meggy spielen. Sie kommt aber immer öfter an, wenn Meggy mit einer Maus rumspielt, ich glaube, dass wird schon noch was und Maya hat auf alle Fälle Abwechslung, auch wenn ihr das Spiel oft zu stürmisch ist und sie es mit Rankuscheln noch nicht versucht hat. Aber sie schläft nachts auf meinem alten Rucksack im Büro -ich weiß nicht was sie daran so toll findet- und Max findet den auch ganz gut, neulich hat er sich einfach auf den freien Rucksackteil gelegt und schlief Seite an Seite mit Maya :-) , die Freude währte nicht lang, weil er dann mit mir ins Bettchen stiefelte, die Bettdecke ist wohl doch unschlagbar.

Neulich Nacht ist Meggy vom Stuhl vorm Fensterbrett im Schlafzimmer auf den Wäscheständer gestiegen, ich dachte erst sie spielen wieder mit der Wäsche und hängen sie vorfristig ab, deshalb gab es einen Warnton von mir, aber es antwortete nur ein klägliches Miauiau, also im Dunkeln ohne Brille hingetastet - Meggy hockte oben auf einem Laken was über drei Seilen hing und traute sich nicht mehr weg, also Mieze "gerettet", das war der letzte Kletterversuch und offensichtlich eine Lehre, sie läßt es nun zum Glück.

Meggy und Max waren nun öfter draussen, aber Meggy immer mit Leine, das Risiko kann ich einfach nicht eingehen. Max war schon fünfmal ohne Leine im Garten, er springt vor Freude wie ein Fohlen durchs Beet, fängt Insekten, rennt übermütig rum und findet alles oberspannend. Bislang bekam ich ihn auch wieder zu fassen zum reinbringen, das "Hören" muss ich noch sicher trainieren, er soll ja im Garten bleiben und nicht abbürsten. Beim vorletzten Mal war er plötzlich weg, dann suchte ich ihn -nichts. Also abwarten, dann kläffte der Nachbarhund. Ich ging nach vorn schauen, aber da war Max auch nicht, ich hörte dann aber ein klägliches Such-Miauen. Der kleine große Kerl stand auf der Straße vorm Grundstück (offensichtlich hat ihn der Hund bis vor´s Gartentor gescheucht, was macht Max auch beim Nachbarn, aber der Hund ist ungefährlich, der tut nur so mutig) und kannte die Ansicht nicht und wußte nicht wo er hin muss. Ich habe dann seine Verwirrung nutzen können und ihn eingesammelt.
Beim letzten Mal wollte er auch nicht rein und hat sich einen Spaß draus gemacht immer vor mir wegzurennen, allerdings hechelte er schon, schließlich hat er vorher unzählige Insekten verfolgt, am Ende habe ich den hechelnden Kater doch noch zu packen bekommen. Wenn ich mal ganz viel Zeit habe, werde ich ihn einen Nachmittag lang beobachten und versuchen immer wieder hochzunehmen und wieder gehen zu lassen, vielleicht verbessert das die Sache. Bislang verbindet er das draussen anfassen lassen ja mit "ich muss rein und der Spass ist vorbei".

Meggy sucht draussen immer den Kontakt zu anderen Katzen (Cosima findet das toll, Filou faucht und Max leckt ihr dann übers Ohr) und liest offensichtlich die Katzenzeitung, indem sie die Hecke und bestimmte Stellen gründlich abschnüffelt. Neuerdings jagt Max gern an ihr vorbei und sie rast ihm dann nach, obwohl ich schon eine sehr lange Leine habe, ist es echt schwer dann noch ohne was plattzutreten oder sich Dornen zuzuziehen hinterherzukommen. Die beiden schlagen Haken wie Hasen und man fragt sich ob Meggy wirklich nicht sehen kann.
Ohne Leine geht aber nicht, vielleicht in ein paar Jahren, momentan rennt Meggy mit zuviel Vertrauen einfach geradeaus. Sie würde viel zu weit laufen und wer weiß ob ich sie dann immer finden kann und bei welchem Nachbarn sie bremst, neenee, das lassen wir sein. Die Kellertreppe war mir eine Lehre. Den Keller kennt Meggy nicht, aber kürzlich war mein Mann unten und ich stand oben an der Treppe, Meggy kam den Flur lang, bog zielsicher um den Türrahmen und lief so schnell an mir vorbei die steile Treppe runter, dass ich keine Chance hatte sie noch zu packen ohne einen Sturz zu riskieren, halb unten ist sie dann über das Lichtkabel gestolpert und den Rest der Treppe runtergerollt. Ihr ist nichts passiert, sie war nicht mal erschreckt, aber das zeigt mir nur zu gut, dass ich sie auf gar keinen Fall draussen von der Leine lassen kann. So schnell wie sie dann sonstwo wäre ohne auf Rufen zu reagieren.

Drinnen kommt Meggy wirklich gut klar, auch in ungewohnten Situationen. Neulich war mein Mann mit unserer Zeichnerin für die Dachpläne oben auf dem Dach, vergaß die Tür zu schließen und mir zu sagen, dass Katzen nach oben gelaufen sind, machte die Tür später wieder zu und als die Frau gegangen war und ich Meggy suchte, fiel es ihm ein. Ich bin hoch gerannt und Maya saß oben an der Bodentreppe, Meggy war nicht zu sehen, aber bald zu hören, in dem Chaos fand sie den Weg zu mir nicht, also bin ich rum um die Kisten und habe einen freien Weg ausgesucht und sie mit klopfen gelockt, sie stiefelte sofort an. Arme Maus, zum Glück war wenigsten Maya mit oben. Kaum waren wir aber unten, wollte Meggy wieder hoch. Das Chaos da oben zieht alle Katzen magisch an, die lieben den Boden und rennen hoch, sobald sie die Chance bekommen, nur Cosima nicht.

Im Katzenforum haben wir rumgescherzt, weil Hauskatzen doch ohne tolle Bezeichnung sind, deshalb haben wir, um das Ansehen zu steigern, einfach rumgeflachst und nun gibt es weitere Rassen ;-), Schokenzo Cats, Deutsch Halblanghaar, und Meggy und Max sind "German Countrycats". Um sie dem Rasseadel anzugleichen, haben sie nun auch einen echten "von" Namen, Meggy und Max vom Fürstensee (da lernte mein Vater meine Mama kennen und in weiterer Umgebung, aber etliche Kilometer weiter, sind ja Meggy und Max geboren)!

Ich habe lange überlegt, weil Meggy und Max nette Namen haben und ich Meggy keine Umgewöhnung zumuten wollte, aber nun habe ich doch neue Namen vergeben. Der simple Hintergrund ist, dass Max eigentlich nie so richtig auf seinen Namen reagierte, auch nicht, wenn er was positives hätte abholen können und Meggy zwar reagierte, aber nicht so gut wie ich es von den anderen kenne. Also begann die Suche, alles was mir zunächst gefiel und passend erschien wurde von beiden ebenfalls mit Nichtbeachtung gestraft.
Ich bin der Meinung, dass Mieze auf den richtigen Namen sofort reagiert und diesen nicht erst mit der eigenen Person und positivem Erlebnissen verknüpfen muss. Anscheinend hatte ich bei Filou, Jany und Maya Glück (wobei Filou seinen Namen eh von mir bekam, Jany war nur eine Abänderung des Zuchtnamens und Maya hieß vorher Trixie, das paßte ja nun gar nicht), Cosima war das erste Aha-Erlebnis, ihr erster Name "Zilly" stieß auf recht taube Ohren (bei "z" hat es jeder Katzenzüchter schwer) und jeder andere Vorschlag meinerseits auch, bis einer Freundin "Cosima" einfiel, darauf hörte sie sofort, allerdings mußte ich mich daran gewöhnen!
Nun habe ich - oder eher die Katzen- passende Namen gefunden, auf die sie reagieren und dass spontan beim ersten Hören und jedem weiteren "Test":
Meggy heißt nun Vicky (macht sogar Sinn, die Kurzform von Victoria –die Siegreiche- und besiegt hat sie den Sensenmann doch schon zweimal) und Max ist jetzt Royan oder auch kurz Roy - der Rote!
Er hört allerdings manchmal selektiv, also wenn er meint, er könne so tun, als hätte er nichts gehört und das wäre vorteilhafter für ihn, dann muss ich etwas nachdrücklicher werden. Naja, typisch Katze, ich wollte ja auch keinen Hund.

Maya und Vicky schlafen oft nur 20 cm auseinander, Maya auf dem alten Rucksack und Vicky gegenüber auf der Bodenplatte vom Kratzpfosten im Büro, der Durchgang ist damit schön minimiert, aber was macht das schon, man hat eben Katzen!

  

 

24.12.05
In letzter Zeit habe ich kaum Bilder gemacht, außer Royan mit dem letzten Filzei. Er liebt Filz und hat neulich von meinem Vater einen Apfel vom Weihnachtsmarkt bekommen - natürlich aus Filz, zum Glück etwas größer als die Eier und so paßt er nicht unter das Sofa.
An den Schnee hat sich Vicky in Minuten gewöhnt, aber das olle nasse, kalte Wetter mit Sumpfrasen mag sie nicht, da geht sie bald unter die vordere Kornifere und wartet auf "Abholung". Royan ist zum Glück auch kein Kältefreund, er hört ja nicht sehr beim Reinholen, aber ich kann ihn ruhig rauslassen, Tür zumachen und nach einer halben Stunde öffnen, nach ihm"gurren", dann kommt der Herr zügig um die Ecke gesaust und die Treppen hochgefegt. Wenn das mal im Sommer so toll klappen würde...
Wenn wir Besuch bekommen, sind beide von der Bildfläche verschwunden, ist es mein Vater, kommt Royan bald runter, bei echt Fremden erst sehr spät. Mir ist das ganz recht so, die beiden sind dann im oberen Geschoss und gucken Hamster oder schlafen unterm Schlitten. Nicht jeder weiß mit blinden Tieren umzugehen, obwohl es ja ganz einfach ist, aber das "nichts mitten in den Weg stellen, Zwischentüren auflassen, Eingangstür zumachen (eben auch im Sommer)" behält irgendwie der Normalbürger ohne Haustiere schlechter im Gedächnis.

 

21.01.06
Vicky hat ja oft eine etwas entzündete Augenhöhle, ich rasier schon das Fell rundum, aber immer wieder pieken da trotzdem Haare rein und Sekret bildet sich auch. Nichts gegen immer wieder Salben, aber so auf Dauer keine Lösung, zumal es sie ja auch belastet, wenn oft eine Entzündung da ist. Ich überlegte also sowieso schon die Kleine operieren zu lassen (Augenhöhle komplett "entleeren", Augenlider wegschneiden und alles vernähen, so wie auf der anderen Seite). Letzten Samstagabend war Vicky ziemlich apathisch, es suppte nur so aus der Augenhöhle und ihre Ohren und Gesicht glühten. Also ab zum TA (wenigstens gibt es nicht allzu weit eine, die jeden Tag von 20-22 Uhr Notsprechstunde hat), da es die Verbindung Gehirn-Augenhöhle gibt, wollte ich nicht lang ganzheitlich probieren, sondern akzeptierte Antibiotika, diese speziellen für´s Gehirn wirksamen gibt es leider nur als Spritze (und die gibt sich doof, weil kalt verabreicht werden muss, das Zeug dickflüssig ist, also Vicky nicht still hält, vorvorgestern mußte ich sie dreimal pieksen bis alles drin war, arme Maus, gestern war ich schlauer und habe sie mir zwischen die Beine geklemmt, die Spritze doch etwas warm werden lassen und dann ging es, zum TA deshalb wollte ich ihr ersparen).
Gestern waren wir zur Nachkontrolle bei unserem Doc und ich habe gleich einen OP-Termin für Montagmittag ausgemacht. Bis Sonntag bekommt sie sowieso Antibiotika, da kann ich das gleich wegen der OP verlängern und muss ihr nicht zweimal solche "Kur" zumuten, außerdem habe ich jetzt eher noch Zeit als später und das Auge schaut momentan wenig entzündet aus, da operiert sich das besser.
Leider muss Vicky danach eine Weile noch Drainage im Auge haben und einen Kragen tragen, damit sie nicht dran gehen kann. Also Horror, sie tut mir so leid, aber andauernde Entzündung ist auch nicht das wahre, leider ist dies in ihren ersten 15 Monaten schon die dritte Narkose, ich werd ihr vorher PetMun geben und hoffen wir schaffen das ganz gut, dann hat sie die nächste Zeit Ruhe und der Körper kann sich erholen. Die Maus hat echt was durch, aber stete lokale Entzündung/Reizung kann doch auch nicht gut sein dauerhaft. Ich bin hin- und hergerissen, aber ich geh jetzt nach Gefühl und deshalb OP.
Wie ging das bloss bei der 1.OP, auch mit Drainage und Kragen? Der TA meint, er mag auch nicht gern Kragen verteilen, aber es gäbe keine andere Chance, dass die nötige Drainage drin bleibt. Natürlich bin ich Montag und Dienstag zu Hause, Mittwoch kann ich die Maus hoffentlich schon mal allein lassen, falls nicht, bleib ich eben da. Der Kragen wird sie bestimmt sehr irritieren, sie arrangiert sich ja immer schnell, aber das scheint mir doch arg.

 

23.01.06
Die OP ist gut verlaufen, es war auch gut sie machen zu lassen, ganz hinten in der Augenhöhle war doch noch ein Rest vom Auge, der TA hat es mir nachher gezeigt, samt allem was er so entfernt hat, auch den Lidern. Bei der Kastration hat er ja ins Auge geschaut, aber wohl auch nichts bemerkt, denn ich vergass zwar zu fragen, aber er hat auch nichts auf die Karte notiert und normal hätte er mir sofort gesagt "da müssen wir was machen", wenn er was entdeckt hätte.
Ich hatte ihm von der Kragengeschichte erzählt, wir versuchen es nun erstmal ohne. Er hat eine kleine Drainage gelegt, so ein Stoffteilchen, was nach aussen liegt und angenäht ist. Er meint das wäre besser als Plastikröhrchen,weil er das nun immer mehr nach aussen ziehen kann und so die noch vorhandene Öffnung (oder meint er die Höhle) dann immer weiter zuheilt. Mittwoch gehen wir wieder zur Kontrolle und da wird er sicher auch die Höhle spülen. Er meint ganz zunähen möchte er nicht, weil dann zuviel von innen absorbiert werden muss und auch die Höhle später sehr einfällt.
Ich hoffe sie läßt das Stoffteil in Ruhe. Royan habe ich schon instruiert. Er war auch gleich in der Box nach ihr schauen und stromert um uns rum.
Momentan liegt Vicky in ihrer Babydecke auf dem Stuhl neben mir an der Heizung und schläft fest. Ich sitze Wache vor ihr. Die Narkose war ziemlich viel, weil die OP recht lang dauerte, Fummelarbeit eben, da ich die Kleine ja immer so früh wie möglich wiederhaben will, weil sie sonst in Panik gerät wenn sie allein richtig aufwacht, bekam ich sie nachdem er gesehen hat, dass sie schon kriechen und den Kopf heben kann. Schmerzmittel für drei Tage und Antibiotika bekam sie auch, das AB muss ich ihr dann dreimal täglich (Tabl.) weitergeben. Danach werde ich ihr dann was zusammenstellen lassen, damit die Darmflora wieder in Ordnung kommt, die leidet bei so langer AB-Gabe ja immer.
Bin ich froh, dass die Kleine so schläft, sie wird wieder allmählich warm auf dem Fell bevor sie ihren Wandertrieb bekommt, vielleicht liegt die Ruhe auch am Schmerzmittel. Ich habe immer das Gefühl die aufwachenden Katzen wollen ihrer Narkose davon laufen und krauchen ohne Rast durch die Gegend.
Insgesamt bin ich doch froh dem Gefühl gefolgt zu sein, obwohl ich, bevor ich Vicky vorhin wiederbekam doch sehr nervös war!

 

24.01.06
Vicky ist später von der Heizung weg und hat sich im Tierzimmer hingelegt. Nach dem Abendessen war sie aber noch recht kühl, der Kreislauf funktionierte wohl noch nicht so recht und so nahm ich sie mit auf die Couch und da schlief sie in der Decke neben mir bis vier Uhr nachts. Dann ging sie futtern, nicht viel aber egal. Da habe ich dann die Nager versorgt, Vicky ist nach oben ins Tierzimmer, konnte allein gut laufen und blieb auch recht warm von allein. Ich bin dann so gegen sechs ins Bett gestiefelt.
Jetzt hat sie schon "gut" gefuttert, schläft auf der Kratztonne und scheint es ganz gut geschafft zu haben. Das Äuglein läßt sie in Ruhe, ist dankbar für jede Streicheleinheit und wird sicher noch ein paar Tage zu tun haben, aber ich denke es geht nun aufwärts und dann hat sie bald endgültig Ruhe mit Entzündung am Äuglein. Wahrscheinlich lasse ich ihr morgen doch noch mal Schmerzmittel geben.
Die Fotos zeigen ihr Äuglein, dass was links gleich neben der Nase so blutrot/braunrot aussieht, ist der Drainagefetzen, das andere rote ist Blut an der Narbe. Ich hatte ihr versucht vorsichtig den Bereich über der Nase zu reinigen, weil das Fell so zusammenklebte, aber es ging schlecht und dabei kam das Blut, also hau ich mir jetzt mal auf die Finger und lass sowas sein, wenigstens scheint es ihr nicht weh zu tun.

Die ABs hätte sie außer eine vorsorglichen Gabe gestern sicher nicht bekommen, wenn sie nicht vor einer Woche diese üble Entzündung mit Fieber gehabt hätte, da wäre zwar gestern die AB-Gabe beendet gewesen, aber bei solcher Narkose kann das ja leicht wieder aufflammen. Die Schmerzmittel denke ich waren, weil ja doch viel entfernt wurde und er wußte sie soll keine Kragen bekommen, damit sie das Äuglein in Ruhe läßt. Ist mir alles recht, solange es ihr dadurch besser geht oder es leichter ist. Sie tut mir eh sehr leid, aber sie macht das alles sehr tapfer mit und läßt sich außer Mattheit nicht viel anmerken, kleine Zaubermaus!

 

27.01.06
Vicky geht es gut - soweit ich das beurteilen kann.
Mittwoch waren wir beim TA, er hat das angenähte Drainagestoffteil ein großes Stück rausgezogen (das hat sozusagen die Höhle ausgestopft), die Höhle gespült mit AB und den Stoff neu festgemacht, mit einer Klammer. Vicky hat nicht mal gezuckt. Aber nach fünf Minuten angefangen sehr zu sabbern und da war auch Blut bei. Ich denke das AB ist innen durch den Augen-Nasen-Kanal mit der Zeit durchgesickert und da recht bitter, hat Vicky so arg gespeichelt. Es schmeckte sicher ziemlich bäh. Die Transportbox sah übel aus, zuhause bin ich ihr dann noch eine Weile mit Tüchern hinterhergekrochen, hab ihr auch Rescue-Tropfen gegeben, weil ich dachte ein Teil ist auch die Aufregung, dann hörte es so langsam auf, ich habe ihr etwas später almo serviert und sie hat es mit Appetit gefuttert. Belohnung muss sein. An der Wunde wollte sie dann später kratzen, aber davon war sie leicht abzubringen.
Heute waren wir wieder beim Doc. Vicky mag ihre Box gar nicht und ahnt immer schlimmes, nach der OP war es dann beim ersten Mal ziemlich arg mit der Aufregung, heute ging es so halbwegs. Ich leg den Besuch schon mit Anruf kurz vorher wie voll es ist auf knapp vor Feierabend, damit wir nicht lang warten müssen. Im Wartezimmer darf sie dann aus der Box und eingewickelt in eine Decke auf dem Arm hocken. Leider geht das Wartezimmer gleich auf die Strasse, da muss ich sie schon fest im Griff haben. Sie ist die einzige meiner Katzen, die nach der Behandlung nicht sofort freiwillig in die Box geht (zuhause will keiner rein, ist ja klar), aber mit Geschirr + Leine auf dem Arm würde sie draussen doch Panik bekommen, ich kann es ihr also nicht ersparen.
Heute hat sie wieder eine Stück vom Drainagestoff loswerden dürfen und die Spülung war diesmal extra ein anderes Mittel, nicht bitter, roch nur doof. Sie speichelte auch nur sehr wenig, das war wohl die Aufregung. Diesmal hat er nichts angenäht oder geklammert (die Klammer ging heute nicht so einfach raus an der Stelle), der Stoff ist recht gut von allein festgeklebt, sobald das Blut gerinnt und da sie wirklich kaum dran geht, wollen wir es so versuchen. Schlimmstenfalls zottelt sie den Rest vom Stoff raus und die Wunde geht "zu früh" zu, da höchstwahrscheinlich nur noch einmal gespült wird, macht das dann auch nichts.
Insgesamt ist der TA hochzufrieden mit Vicky, verläuft alles bestens und sie ist wirklich sehr brav und läßt ihr Äuglein in Ruhe. Getobt hat sie in letzter Zeit nicht mit Royan, ich denke es geht ihr noch nicht ganz so toll und sie paßt absichtlich auch auf ihre Wunde auf. Sie schläft aber schon völlig entspannt auf der Seite oder auch "katzentypisch" verdreht und verfolgt abends die Mäuse im Terrarium.


8.02.06
Vicky ist nun alle Fäden los, das Äuglein sieht gut aus, der TA ist zufrieden und die Kleine spielt auch schon wieder wie vorher, also alles gut überstanden.

 

10.07.06
Die beiden haben sich gut entwickelt und voll in die Fellbande integriert. Neulich hat Vicky den Nachbarkater kennengelernt, leider ist er der selbsternannte Chef der Gegend. Bei Geräuschen gehe ich ja sofort gucken was Vicky macht und ob sie sich erschreckt hat, aber Cäsar war so leise, dass ich es nicht mitbekam. Er maulte die auf der Gartenbank sitzende Vicky an, sie hatte eine Schwanzbüste, aber blieb ruhig, als ich dazukam, ist Cäsar dann gegangen, Vicky hat mich erkannt, aber war verstört. Als ich sie berührte ist sie total explodiert und fauchte, kratzte und zerrte wie von Sinnen an der Leine, sodass ihr Geschirr gefährlich schlecht saß und ich Angst hatte, sie würde sich doch rauswinden. Ich ließ sie angeleint toben und brachte sie irgendwie in Richtung Hof, da blieb sie unter der Kornifere liegen und ich bin eine Decke holen gegangen und hab sie darin reingebracht. Sie hätte mich sonst arg "verschlitzt" bis wir drinnen gewesen wären, ich hätte nie gedacht dass ich eine Katze mal nicht halten könnte und auch nicht, dass sie mir in ihrer Not nicht mehr vertraut. Sie hat sich mit Rescue schnell wieder beruhigt und ging den nächsten Tag zwar vorsichtig im Garten, aber bald wieder wie immer.

Ich lasse sie seither nicht mal mehr aus den Augen, auch nicht mehr nur mal um die Ecke im Garten, denn wenn Cäsar ranschleicht höre ich nichts von ihm. Ich dachte ja immer Fremde erschrecken sie mehr, Irrtum. Leider waren die anderen Katzen nicht in der Nähe, sonst wäre Cäsar vorsichtig gewesen, Filou hätte ihm eh die Leviten gelesen und mit Filou legt er sich auch nicht an.

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